1. Vorfinale Heilbronn und Stuttgart

Das Warten hat sich gelohnt: Nach einer fast viermonatigen Pause geht die Suche nach dem Koch des Jahres in die zweite Runde. Die Teilnehmer der neuen Auflage haben ihre Zeit optimal genutzt und sich hervorragend auf den Wettbewerb auf höchstem Niveau vorbereitet. Im spannungsreichen Süddeutschen Vorfinale setzten sich Robert Rädel und Philipp Kovacs schließlich als klare Sieger durch.

Insgesamt 93 professionelle Köche hatten sich um die Teilnahme am Süddeutschen Vorfinale beworben. Unter den acht Semifinalisten hatte sich auch Sabrina Fenzl, selbstständige Küchenchefin aus München, für das Wettkochen im Unilever Chefmanship Centre in Heilbronn qualifiziert. Somit ist sie die dritte Frau im Kreise der Teilnehmer von Koch des Jahres. Als „Wiederholungstäter“ waren Dominique Champroux, David Kikillus und Alexander Krob auch in der zweiten Auflage zu einem Vorfinale angetreten.

Die Juroren Sören Anders, Nico Burkhardt, der spanischen Zweisternekoch Jordi Cruz, Bernhard Diers, Sebastian Frank, Martin Öxle und Jörg Sackmann sowie die beiden technischen Juroren Miguel Contreras, Dirk Rogge und Oliver Scheiblauer lobten das außerordentlich hohe Niveau der Teilnehmer.

Gemeinsam forderten sie Küchenchefs in Deutschland, Österreich und der Schweiz dazu auf, ihren Nachwuchs zu trainieren und für die zweite Auflage zum Wettbewerb anzumelden. Der internationale Wettbewerb Koch des Jahres zeichnet sich durch seine hohe Transparenz und Fairness aus. So werden bei der Bewerbung alle Menüeinsendungen mit einer Nummer versehen und daher ohne Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Herkunft oder Erfahrung der Bewerber ausgewählt. Die acht Teilnehmer jedes Vorfinales bleiben für die Jury bis zur Preisverleihung anonym. Auch die Anforderungen an das Menü, welche lediglich den finanziellen Rahmen von 16 Euro netto pro Person vorgeben, lassen viel Raum für originelle, fantasievolle und eindrucksvolle Menükreationen.

Wer über den Tellerrand blicken und seinen Horizont erweitern wollte, hatte dazu auf dem begleitenden Symposium Gelegenheit. Das neue Konzept der Vortragsreihe steht unter dem Motto „Innovationen integrieren“. Spitzenpatissier Wolfgang Kiessling verwöhnte in seiner Kochshow das Publikum mit Köstlichkeiten aus aller Welt, während Koch des Jahres 2011 Sebastian Frank seine vegetarische Vorspeise aus dem Finale zubereitete.

Jordi Cruz und Miguel Contreras veranschaulichten Tradition und Avantgarde in der modernen spanischen Sterneküche und lösten bei den Zuschauern tosenden Beifall aus. Eine Podiumsdiskussion zum Thema „Michelin-Stern“ rundete das Programm ab. Die Sterneköche Bernhard Diers, Martin Öxle und Sebastian Frank setzten sich zusammen mit Dirk Rogge und Marian Schneider mit den Sonnen- und Schattenseiten der Auszeichnung auseinander.

Auch die mobile Messe der Sponsoren der Veranstaltung und die Feier im Anschluss an die Siegerehrung boten die perfekte Möglichkeit, um Kontakte zu knüpfen und sich in angenehmer Atmosphäre und bei leckeren Häppchen über die neusten Trends der Branche auszutauschen. Der gesamte Erlös der Veranstaltung wird der „Aktion Kinderträume e. V.“ gespendet.

Ambitionierte Profi-Köche können sich noch für die Vorentscheidungen in Österreich, Hamburg und Köln anmelden. Der Koch des Jahres 2012/13 wird auf der Anuga am 7. Oktober 2013 gekürt. Den Finalisten winken neben dem Titel „Koch des Jahres“ Preisgelder in Höhe von 26.000 Euro und ein fester Platz im Kocholymp. Koch des Jahres 2011 Sebastian Frank erhielt nur einen Monat nach seinem Sieg den ersten Michelin-Stern und ist stolz, den Wettbewerb nun auch in seiner Heimat Österreich durch ein Vorfinale etablieren zu können.